Köln, 17. September 2026 – Im Rahmen der PRO MUSIK Reception auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg wurde heute im DOT Club der PRO MUSIK Award 2026 an Alin Coen und Music Change Germany e.V. verliehen. Der Preis wird das vierte Jahr in Folge ausgelobt und würdigt herausragendes Engagement für die Belange freier Musikschaffender. In diesem Jahr standen insbesondere der Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit, die Förderung von Netzwerken und die Sichtbarkeit von marginalisierten Gruppen in der Musikbranche im Vordergrund.
Auszeichnung für wegweisende Themen und Strukturen
Der PRO MUSIK Award steht für Anerkennung aus der Branche und zeigt Politik wie Wirtschaft, wie aktiv und zukunftsorientiert Künstler*innen die Musikwelt von morgen mitgestalten. Er wird in zwei Kategorien verliehen, die jeweils mit einem Preisgeld von 500 Euro dotiert sind. In der Kategorie „Einzelpersonen” ging die Auszeichnung an die Singer-Songwriterin Alin Coen. Gewürdigt wurde ihr Engagement für Chancengleichheit – von Analysen zur Genderbalance in Radio-Playlists über Initiativen beim GEMA Musikautor*innenpreis. Als „beste Initiative” wählten die Verbandsmitglieder den Music Change Germany e.V. (ehem. Music Women* Germany e.V.). Der 2019 auf dem Reeperbahn Festival gegründete Dachverband vernetzt FLINTA-Personen bundesweit und stärkt die Branche durch Projekte, wie den Female Producer Prize und die Konferenz „Gender Equality Now!“. Beide Preisträger*innen nahmen den Preis vor Ort entgegen.
Unabhängiges Auswahlverfahren und demokratische Wahl
Aus den Vorschlägen der Community wählte ein unabhängiges Fachkomitee, bestehend aus Diana Ezerex, Keshav Purushotham, Alice Francis, Steffen Krause, Stefan Stoppok, Martin Hommel und Julia Nagele, die Nominierten aus. Die Auswahl erfolgte über ein transparentes, punktebasiertes Bewertungsverfahren anhand von drei zentralen Kriterien:
- Relevanz: Beurteilung, wie unmittelbar und in welchem Umfang freie Musikschaffende von dem Engagement profitieren.
- Wirkung: Messung konkreter quantitativer Ergebnisse sowie qualitativer Verbesserungen, wie etwa die Schaffung von Sichtbarkeit oder neuer Kooperationen.
- Nachhaltigkeit: Prüfung, ob die Maßnahmen langfristige Effekte erzielen und dauerhafte Strukturen etablieren.
Die finale Entscheidung über die Gewinner*innen trafen anschließend die Mitglieder von PRO MUSIK in einer demokratischen Abstimmung.
Das waren die Nominierten 2026
Für die Auszeichnung in der Kategorie Einzelpersonen wurden Karo Schrader, Maximilian Janetzki, Andrea Rothaug und Alin Coen nominiert. In der Kategorie Initiativen gingen RockCity Hamburg e.V., das Büro für Popkultur und Musik Sachsen, act aware e.V. sowie Music Change Germany e.V. ins Rennen.
Demian Kappenstein, Vorstandsmitglied bei PRO MUSIK, berichtet: „Es ist immer wieder überwältigend zu sehen, wie viele Musiker*innen sich für so wichtige Themen wie Sichtbarkeit von Personen einsetzen, die es schwerer haben in den Strukturen der Musikindustrie. Und all das oft ehrenamtlich. Darauf wollen wir mit dem von unseren Mitgliedern vergebenen PRO MUSIK Award hinweisen und aufs Herzlichste danke sagen!“
Starkes Signal für freischaffende Musiker*innen
Der PRO MUSIK Award unterstreicht die Notwendigkeit stabiler Verbandsstrukturen, um den Stimmen freier Musikschaffender in Politik, Medien und Wirtschaft Gehör zu verschaffen. Durch die Prämierung von Akteur*innen, die sich für gerechtere Rahmenbedingungen einsetzen, setzt PRO MUSIK ein deutliches Zeichen für Vielfalt, Nachhaltigkeit und eine zukunftsfähige Musikbranche.
Unterstützt wurde die Preisverleihung und Reception von I’M SOUND Versicherungen.