Das sind die Nominierten für den PRO MUSIK Award 2026! Unsere Mitglieder entscheiden auch in diesem Jahr darüber, wer den Award gewinnt. In diesem Jahr gibt es zwei Kategorien: Einzelperson und Initiative. Der Award ist jeweils mit 500,-€ dotiert.
Der Preis wird am 17.09. im DOT CLUB ab 12 Uhr im Rahmen der PRO MUSIK Reception beim Reeperbahn Festival überreicht.
Die Auswahl der Nominierten wurde innerhalb aller Einsendungen durch ein Auswahlkomitee festgelegt. Das Komitee war besetzt durch: Alice Francis, Diana Ezerex, Keshav Purushotham, Stefan Stoppock, Julia “listentojules” Nagele, Martin Hommel, Steffen Krause.
Melde dich gerne bei uns, wenn du dich für den Award 2027 im Komitee einbringen möchtest.
Nominierte in der Kategorie “Einzelperson”:

Alin Coen (*1982 in Hamburg) zählt zu den prägenden deutschsprachigen Singer-Songwriterinnen. Neben ihrer musikalischen Arbeit engagiert sie sich für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche. Sie initiierte unter anderem Vorschläge für ausgewogenere Nominierungen beim GEMA Musikautorinnenpreis, recherchierte zur Genderbalance in Radio-Playlists, gründete die Initiative #musicwomenwednesday, stärkt Netzwerke für Frauen und trans* Personen in der Musik und setzt sich gegenüber Medien, Veranstalterinnen und Managements für mehr Sichtbarkeit weiblicher und trans* Künstler*innen ein.
Andrea Rothaug ist seit 25 Jahren Geschäftsführerin des RockCity Hamburg e.V. – Zentrum für Popularmusik und als Lobbyistin für Transformationsprozesse in der Musik unterwegs. Sie ist Initiatorin und Mitbegründerin diverser Musikinstitutionen, wie Clubkombinat Hamburg e.V., Hamburg Music e.V., POP Office Bremen, Music Women* Germany, Bundesverband Popularmusik, des ersten lokalen Musikladens Hanseplatte – Musik von hier, des Hamburg Music Awards KRACH+GETÖSE, Gründerin des Netzwerks musicHHwomen sowie der Music Future Convention OPERATION TON, sowie im Beirat des PopCamps des Deutschen Musikrats und als Fachbeirätin der Popakademie Baden-Württemberg, u.a. Als Strategie- und Projektentwicklerin, ehemalige Beauftragte für Musik und Popkultur Bremen 2021 – 2022, Kuratorin, Mentorin (u.a. Deutscher Kulturrat / Rudolf Augstein Stiftung), Texterin, Inhaberin des Instituts für berufliche Wirklichkeit und Buchautorin ist sie auch Gastdozentin an verschiedenen Universitäten aktiv und berät als zertifizierter Artist & Business Coach Kulturpolitik und Musikbranche. Im Herbst veröffentlicht sie ihr Buch !“WE ARE POP! Im Schott Verlag. Ihr Engagement widmet sie der gesamten Musikszene in Deutschland. Dabei setzt sie sich für Vielfalt, Zugänge und Inklusion in der Musik ein und engagiert sich für Gendergerechtigkeit und Popförderung.


Karo Schrader ist eine in Berlin lebende Songwriterin und Sängerin. Sie engagiert sich neben ihrer vielfach prämierten kreativen Arbeit für faire Bedingungen in der Musikbranche: Seit 2020 ist sie im Leitungsteam von VERSO (Vereinigung Songwriting) aktiv und setzt sich dort unter anderem für mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und faire Vergütung von Musikautor*innen ein. Als eines von 25 Gründungsmitgliedern und Vorstandsmitglied der Akademie für populäre Musik (AfPM) engagiert sie sich außerdem für die Stärkung und Anerkennung populärer Musik. In enger Zusammenarbeit mit der GEMA vertritt sie die Interessen und Stimmen von Musikurheber*innen und engagiert sich für die Weiterentwicklung bestehender Strukturen – zuletzt unter anderem im Rahmen der GEMA-Hauptversammlung und der Diskussion um die Kulturreform. Als Mentorin und Workshop-Leiterin fördert sie nicht zuletzt gezielt den musikalischen Nachwuchs und stärkt FLINTA-Personen in der Branche.
Maximilian Janetzki ist Gründer und Creative Director von Indie Radar Ruhr. Seit 2019 arbeitet er gemeinsam mit seinem Team daran, jungen, unabhängigen und innovativen Musiker:innen nicht nur Bühnen, sondern verlässliche Strukturen und langfristige Perspektiven zu eröffnen. Neben zahlreichen Konzerten und vielen kostenfreien Umsonst-und-draußen-Veranstaltungen in Oberhausen verantwortet er seit 2025 als Festivalveranstalter das Pfingst Open Air in Essen-Werden – eines der größten eintrittsfreien Jugendkulturfestivals Deutschlands.
Sein Antrieb ist die Überzeugung, dass musikalische Qualität nicht an fehlenden Kontakten, finanziellen Hürden oder mangelnden Zugängen scheitern darf. Deshalb bringt Indie Radar Ruhr Nachwuchstalente mit etablierten Künstler:innen zusammen und unterstützt freie Musikschaffende bei Booking, Management, Förderung und Sichtbarkeit.
Gerade kostenfreie Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind für ihn ein wichtiger Teil dieser Haltung: Kultur soll nicht nur dort stattfinden, wo Menschen sich ein Ticket leisten können, sondern für möglichst viele zugänglich sein.

Nominierte in der Kategorie “Initiative”:

act aware e.V. fördert Awareness- und Antidiskriminierungsarbeit in Kunst-, Kultur- und Veranstaltungsräumen, um sicherere, inklusivere Räume für alle Menschen zu schaffen – besonders für jene, die Diskriminierung oder sexualisierte Gewalt erfahren haben. Sie begleiten Prozesse, beraten Teams und entwickeln Konzepte, die Awareness in Strukturen verankern.
Das BPM Sachsen ist die landesweite Anlaufstelle für Popkultur und Popularmusik in Sachsen. Das Ziel: Die Musikszene in Sachsen vernetzt, stark und zukunftsfähig machen. Dafür unterstützen sie professionell agierende Musikschaffende dabei, ihre künstlerischen und wirtschaftlichen Skills auszubauen, damit Sachsen national und international auf der musikalischen Landkarte noch sichtbarer wird und mehr Aufmerksamkeit bekommt.
Dabei fördert das BPM die Zusammenarbeit zwischen Musikschaffenden, Institutionen und der Musikbranche: Für mehr kreativen Austausch, neue Ideen und gemeinsame Vorhaben. So bleibt die Popkultur in Sachsen lebendig, entwickelt sich weiter und lässt langfristige Strukturen entstehen.


Music Women* Germany (MWG) e.V. ist die Dachorganisation der 10 regionalen Ländernetzwerke. Gegründet 2019 auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg, setzt sich der Verein genreübergreifend für Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche ein. MWG vernetzt Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen (FLINTA) in der Musikbranche über eine bundesweite Datenbank und organisiert Projekte wie z. B. die Bundeskulturkonferenz “Gender Equality Now!” und den Female* Producer Prize. MWG wird repräsentiert durch einen sechsköpfigen ehrenamtlich tätigen Vorstand, ein Komitee von regionalen Aktiven, sowie Ambassadoras aus unterschiedlichsten Bereichen der Musikwirtschaft.
RockCity ist seit 1987 Hamburgs erster regionaler Zusammenschluss der freien Musikszene. Mit derzeit rund 4.000 Musikschaffenden ist RockCity der mitgliederstärkste lokale Popförderverband in Deutschland. Darunter sind sowohl kreative Musikschaffende als auch zumeist kleine Unternehmen aller popmusikalischen Gewerke: Musiker:innen, DJs, Bands, Kollektive, Produzent:innen, Songwriter:innen, Labels, Managements, Bookingagenturen, musikalische Institutionen, Agenturen, Musikjournalist:innen, Plattenläden, Produktionsfirmen und Jurist:innen.
Als Interessenvertretung und Sprachrohr der musikschaffenden Kreativen in Hamburg vernetzen, präsentieren, befördern, qualifizieren, exportieren, vermitteln und beschützen wir unsere freie Hamburger Musikszene. Dabei legen wir stets Wert auf Haltung, Diversität, Inklusion, Nachhaltigkeit und allem voran: gute Musik. Als Anlaufstelle für die Musikszene sprechen wir mit Politik, Branche und Verwaltung und stärken kontinuierlich die popmusikalischen und popkulturellen Strukturen der Stadt durch Projekte, Maßnahmen, Zusammenarbeit und popkulturelle Prozessbegleitung.

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