Köln, 05.10.2026 – PRO MUSIK startet bundesweite Einkommensstudie und ruft freie Musikschaffende aller Genres zur Teilnahme auf. Ziel ist es, die tatsächlichen Arbeits- und Einkommensbedingungen sichtbar zu machen und eine fundierte Grundlage für kultur- und sozialpolitische Veränderungen zu schaffen.
Was stört euch im Arbeitsalltag? Welche Strukturen funktionieren nicht? Wo braucht ihr Veränderung? Das sind die leitenden Fragen der Studie. https://www.promusikverband.de/musikzaehlt/
Konkret geht es darum: Wie leben freie Musikschaffende in Deutschland von ihrer Arbeit? Welche Rolle spielen Konzerte, Unterricht, Komposition, Produktion und andere Tätigkeiten für ihr Einkommen? Wie viel ihrer Arbeit bleibt unbezahlt? Und welche Veränderungen sind notwendig, damit Musiker*innen langfristig von ihrer Arbeit leben können?
Diesen Fragen geht die bundesweite Studie MUSIK ZÄHLT nach, die PRO MUSIK – Verband freier Musikschaffender e. V. in Auftrag gegeben hat. Die wissenschaftliche Durchführung liegt bei einem unabhängigen Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Carsten Winter von der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Mit dem Start der Befragung ab dem 05.10.2026 ruft PRO MUSIK freie Musikschaffende in ganz Deutschland dazu auf, ihre beruflichen Erfahrungen einzubringen. Als Dank bekommen alle Teilnehmende eine kostenlose PRO MUSIK-Neumitgliedschaft für ein Jahr. Zudem können alle an der Verlosung für bspw. Music Store-Gutscheine, Merchpakete von KrasserStoff oder Tickets fürs c/o-pop Festival 2027 teilnehmen.
Nina Graf, Vorstandsvorsitzende PRO MUSIK: “Musiker*innen haben mit MUSIK ZÄHLT endlich die Chance, sichtbar zu machen, wie schwierig es ist, heute von Musik zu leben. Nutzt diese Chance, damit wir zielgerichtet kultur- und arbeitsmarktpolitische Handlungsempfehlungen ableiten und an Politik und Musikwirtschaft adressieren können. So können wir die Rahmenbedingungen für freie Musikschaffende verändern – für uns alle.“
Die Realität freier Musikschaffender endlich umfassend erfassen
Die wirtschaftliche Realität freier Musikschaffender ist komplex. Viele Musiker*innen finanzieren ihren Lebensunterhalt nicht ausschließlich durch ihre künstlerische Tätigkeit, sondern kombinieren Konzerte, Komposition, Produktion, Unterricht, musikbezogene Dienstleistungen und weitere Erwerbstätigkeiten. Hinzu kommen unbezahlte Arbeitsstunden, projektbezogene Finanzierung, schwankende Einnahmen und unterschiedliche Formen sozialer Absicherung.
Das Forschungsteam hat unter Einbezug vieler Musikverbände und relevanter Akteure aus der Branche das Studiendesign und den Fragebogen entwickelt. Damit schließt MUSIK ZÄHLT an bisherige Erhebungen an, schließt Lücken und ergänzt sie sinnvoll.
Die Studie untersucht deshalb nicht nur die Höhe der Einkommen, sondern auch deren Zusammensetzung, berufliche Kosten, bezahlte und unbezahlte Arbeitszeit sowie die wirtschaftlichen Risiken und Zukunftsperspektiven freier Musikschaffender.
Dabei werden ausdrücklich auch hybride Erwerbsmodelle, Tätigkeiten mit geringen oder unregelmäßigen Einnahmen und unterschiedliche berufliche Lebenssituationen berücksichtigt.
Wer Veränderung will, muss sichtbar werden
Für PRO MUSIK ist die Studie weit mehr als eine statistische Erhebung. Sie soll dazu beitragen, die tatsächlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen freier Musikschaffender in den Mittelpunkt der kulturpolitischen Diskussion zu rücken.
Denn um strukturelle Probleme zu benennen und konkrete Verbesserungen einzufordern, braucht es eine belastbare Datengrundlage.
Fragebogen und alle Infos sind hier zu finden: https://www.promusikverband.de/musikzaehlt/